... der hat immer recht.
Reuß ist ein Fachmann für die Zweitverwertung von Texten.
Das allein reicht unter Umständen nicht, um einen grösseren Bekanntheitsgrad zu erlangen; wohl aber die Initiierung einer politisch-juristischen Kampagne.
Nun erklärt Reuß, dass diese politisch-juristische Kampagne gar keine politisch-juristische Kampagne sei, zumindest er selber (Reuß) gar kein Interesse an den politisch-juristischen Implikationen der Kampagne habe, sondern es ihm einzig und allein daran gelegen sei, sein Idiom auszuleben und dass dieses Anliegen doch bitte zur Angelegenheit des Staates gemacht werden solle, damit er (Reuß) sich darum nicht auch noch kümmern müsse.
Selbstverständlich habe ich die Argumentation Reuß völlig unsachgemäß interpretiert und in seiner (Reuß) idealen Welt würde mir deswegen jetzt die Staatsanwaltschaft auf die Bude rücken. Denn eins ist ja mal völlig klar: Das Reußsche Idiom ist zu wertvoll, um in die gierigen Schlünde von Bloggern (Nowatzki) zu gelangen, von Subjekten, die ihre eigene Gratismentalität ankotzen müsste, was sie aber nicht tut, weil diese Piraten, kulturlos wie sie nun einmal sind, nur noch eins interessiert: die Menschenfresserei.
Deswegen will Reuß seine Remixes Texte anderer und seine Argumentation eben nicht veröffentlichen, sondern verteilöffentlichen, um seine Persönlichkeitsrechte zu schützen. Kann man ja verstehen. Wer möchte schon gerne mit 'nem mittelweich gekochten Ei und 'ner Prise Salz auf dem Frühstücksbuffet der Internetgemeinde, in der sich möglicherweise auch Studienabbrecher und Hauptschüler befinden, landen.
Interessant ist, dass Reuß sich nicht dadurch in seinen Persönlichkeitsrechten beeinträchtigt sieht, dass seine politisch-juristische Kampagne neben den Texten von Daniel Goethe-Kehlmann, der einer der prominenten Unterstützer der vorgenannten ist, zur Wixvorlage eines Haufens machtbesessener Intellektuellendarsteller verkommt.
Ich selber habe mir mittlerweile ein erkleckliches Sümmchen fremden geistigen Eigentums zusammen gestohlen. Selbstverständlich weiss ich nicht so intim damit umzugehen, wie Reuß das mit dem seinen, vom Schöpfer ihm in die DNA geschriebenen, tut. Allerdings, wenn ich, vom letzten Raubzug erschöpft, auf die kleine Insel komme, auf der an einem geheimen Ort mein Schatz lagert, ich dann in der alten Truhe krame und die glitzernden Gemmen gen Sonne halte, dann träumt zuweilen mir folgendes:
Ein Sprachwerk ist eine kommunikative Handlung und beinhaltet als solche drei Funktionen: die Intentio auctoris, die Intentio lectoris und die Intentio operis.
Man darf ungestraft jeden Deutschlehrer ohrfeigen, der fragt: 'Was will der Autor uns damit sagen?'
Du bist ein blöder Runzelwicht und ein elend Arschgesicht.
Wie schon angedeutet: Ich bin kein Fachmann. Das ist Reuß.