Nein, dies ist nicht der Vlaamse Blog. scnr
Mit ihren Ideen rennt die Schöne bei mir meistens offene Türen ein.
So auch diesmal. Für den Sommerurlaub ist eine zweiwöchige Flandernrundfahrt geplant.
Da muss im Vorfeld selbstverständlich etliches beschafft, geplant, geprüft und repariert werden: Fahrradtechnik, Kleidung, Gepäcktaschen, Epo, ...
Die Basis der Routenplanung ist der gute alte tote Baum. Die Vorteile liegen auf der Hand:
Hohe Ausfallsicherheit
Intuitive graphische Benutzerschnittstelle
Akzeptable Informationsredundanz
Die elektrotechnisch gestützte Seite der Streckenplanung ist leider durch ein seltsames, vermutlich kulturell bedingtes Phänomen ins Stocken geraten, wenn nicht gar vollständig ins Wasser gefallen.
Auf der Hardwareseite wäre in meiner humpelnden Objektwelt (imho) ein Netbook die optimale Austattung. Allerdings hätte man sich dieses erst in den Warenkorb legen müssen. Ebenso einen Freerunner.
Da die mir bekannte Inkarnation des geocachenden Teils der Bevölkerung uns ein "Garmin" kostenfrei zur Verfügung stellt, gibt es wohl kein Debian im Urlaub. Adieu tangogps ... schnüff.
Nachdem diese Entscheidung gefallen ist, geht es jetzt ans Erstellen einer geodatenbasierten Route mit dem guten Kartenmaterial von OSM. Lässt sich z. B. mit http://www.bikeroutetoaster.com/Course.aspx schon recht komfortabel machen. OSM hat ja im Gegensatz zu Google Radwegdaten mit an Bord. Klappt alles ganz gut bis zur belgischen Grenze. Während in Deutschland (Niederrhein) und in Holland die Erfassungsrate exzellent ist, beginnt in Flandern das OSM-Niemandsland. Lediglich Hauptstrassen sind überhaupt erfasst und die auch sehr unvollständig. "Qu' est-ce-que c' est?" will man da mit David Byrne fragen.
Da die Besiedlungsdichte in Flandern ähnlich hoch ist wie in Holland und die Belgier insgesamt als technisch gut ausgestattet gelten, desweiteren über eine lebendige Open Source Szene verfügen, kann man über die Ursachen dieses Phänomens nur spekulieren.
Vieleicht sind sie ja verliebt?