Revolutionstagebücher

Die grosse Politik, die Welt der Mächtigen und Schönen, der Klugen und Gerechten ...

Wahnsinn!

Yeah

Conrad Barskis Land of Lisp ist erschienen.

Als Entschädigung für die leichte Verzögerung gibt es als Sahnehäubchen einen Song plus Video.

Dead Sexy:

http://www.youtube.com/watch?v=HM1Zb3xmvMc

via xach

Eingestellt Mi 27 Okt 2010 19:41:29 CEST Tags: GrosseWelt
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IN POLEN SINKEN DIE PEGEL

KOCH GEHT IN DIE WIRTSCHAFT

HELLS ANGELS UND BANDIDOS BIETEN GEMEINSAME HÄKELKURSE AN

Sowas passiert, wenn Röhren Kommunizieren.

Eingestellt Mi 26 Mai 2010 11:38:18 CEST Tags: GrosseWelt
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Vorschlag:

Martin Bangemann, Wolf Lotter und Guido Westerwelle (die mir allesamt keinen Link wert sind) diskutieren bei Plasberg und Illner zum Thema "Konkurrenz", so lange bis ein vernünftiger Gedanke artikuliert wird.

Leicht zu erkennen, dass die Ausstiegsbedingung nie erreicht wird. Ein Infinite Loop. Der telemediale Archipel Gulag, den sie allesamt verdient haben. Und gar nicht weit entfernt von der Realität.

Übrigens:

Wer saufen kann, der kann auch arbeiten!

Das wird im Konfirmationsunterricht zu gunsten anderer, seltsamer Gebote gerne unterschlagen. Daraus resultieren dann so drollig hirnamputierte Moralvorstellungen.

Prost Margot!

Eingestellt Fr 26 Feb 2010 13:47:52 CET Tags: GrosseWelt
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Niels Nowatzki Seltsame Verhältnisse

Zum ersten Mal, meldet der Mediendienst kress report, gebe es in Deutschland mehr Pressesprecher als Journalisten.

Aus: http://www.zeit.de/2009/49/DOS-Medien?page=all (lesenswert)

Irgendwann im Laufe der 80er Jahre verfestigte sich ein bemerkenswerter Trend. Allenthalben wurde dazu aufgerufen, die eigene Karriere zielgenau zu planen und dem übergrossen Bedarf der Wirtschaft nach Betriebswirtschaftlern und Juristen Rechnung zu tragen.

Das wurde sogleich auch begierig aufgenommen und fortan entwickelte sich ein grosses Hauen und Stechen um die knappen Ressourcen in den völlig überlaufenen Instituten. Es wurden Seiten aus den Büchern der kanonischen Literatur herausgerissen und um gute Plätze in den Hörsälen gekämpft. Manches mal kam es in den Warteschlangen vor Prüfungsämtern zu ausgewachsenen Keilereien.

Mal abgesehen davon, dass man die kanonischen, gedanklichen Grundlagen dieser Fächer durchaus als Witz und weniger als eine wissenschaftliche Disziplin auffassen kann (Ich tue das hiermit!), kann man diesen beiden Spielarten der postmodernen Bildungsprothetik nicht gerade zu Gute halten, dass sie sich in ihrer Ausübung dem humboldtschen Bildungsideal verschrieben hätten.

Kleine Zwischenbemerkung:

Nein, ich halte nicht alle Juristen und Betriebswirtschaftler für Vollidioten oder "schlechte" Menschen. Das ist ebensowenig wahr, wie der Glaube bei Vertretern dieser Spezien handele es sich per se um nützliche Mitglieder der Gesellschaft.

Ende der kleinen Zwischenbemerkung

Bemerkenswert bleibt, dass dieser oben genannte Trend weiterhin anhält und wir mittlerweile in der bedauernswerten Lage sind, uns die Folgen dieser Entwicklung, der Turboproduktion von Anwälten und Businissmen, ad hoc, in Echtzeit zu Gemüte zu führen. Spekulation erübrigt sich.

Buchholz [Geschäftsführer bei Gruner + Jahr N.N.] studierte Jura, dann war er mal Landespolitiker bei der FDP in Kiel. Als Journalist hat er noch nie gearbeitet. Er sagt: »Wir müssen aus der Starrheit des Denkens raus.«

Aus dem oben verlinkten Artikel

Was wird nicht überall betriebswirtschaftelt und juristet. Sie sind überall, müllen die Gesellschaft mit ihren mühsam angepaukten Erkenntniskrücken zu und befinden sich nach ihrer intrinsischen Weltsicht entweder im "Recht" und/oder auf der Gewinnerseite.

Selbstverständlich sickert auch die eingeübte Lebenspraxis des Seiten-aus-Büchern-rausreissens und Sich-in-Warteschlangen-auf-die-Schnauze-hauens verpackt als naturgesetzliches Gegeneinander, als pseudo-darwinistisches Konkurrenzgelaber in alles, was nach gesellschaftlichem Diskurs riecht und nicht bei "Drei" auf den Bäumen ist.

Und da sitzen sie jetzt, die BWler und die Juristen, in den Vorstandsetagen der Verlage und Medienunternehmen als willfährige Erfüllungsgehilfen der Macht und des Kapitals, die sie anbeten, als gebe es kein Gestern und kein Morgen, als Optimierer und Abmahner, als Finanzjongleure und AGB-Schreiber.

Wenn es noch eines umfassenden Beweises dafür bedurft hätte, dass auch ein Doktotitel kein zuverlässiger Schutz vor der eigenen Jämmerlichkeit bedeutet, könnte man dieses Feldexperiment jetzt für beendet erklären und sich erfreulicheren und sinnvolleren Dingen zuwenden. So wie es aussieht, gibt es einige Baustellen auf dieser Welt: sozialer Ausgleich, Versorgungs- und Energiefragen, von mir aus die Oberweite des Popsternchens du jour. Naja, Wunschdenken!

Macht weiter so, Jungs und Damens! An Arschgeigen hat es der Welt nie gemangelt. Da macht es auch keinen grossen Unterschied, ob man dafür studiert hat. Oder doch?

Eingestellt Di 01 Dez 2009 17:04:04 CET Tags: GrosseWelt
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Niels Nowatzki Whole lot of buzz

Vor vierzig Jahren hingen Sie gebannt an den Fernsehern.

Was sie dort sahen, war keine Revolution.

Eingestellt Di 21 Jul 2009 16:17:08 CEST Tags: GrosseWelt
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Niels Nowatzki Der Au Tor der Au Tor

... der hat immer recht.

Reuß ist ein Fachmann für die Zweitverwertung von Texten.

Das allein reicht unter Umständen nicht, um einen grösseren Bekanntheitsgrad zu erlangen; wohl aber die Initiierung einer politisch-juristischen Kampagne.

Nun erklärt Reuß, dass diese politisch-juristische Kampagne gar keine politisch-juristische Kampagne sei, zumindest er selber (Reuß) gar kein Interesse an den politisch-juristischen Implikationen der Kampagne habe, sondern es ihm einzig und allein daran gelegen sei, sein Idiom auszuleben und dass dieses Anliegen doch bitte zur Angelegenheit des Staates gemacht werden solle, damit er (Reuß) sich darum nicht auch noch kümmern müsse.

Selbstverständlich habe ich die Argumentation Reuß völlig unsachgemäß interpretiert und in seiner (Reuß) idealen Welt würde mir deswegen jetzt die Staatsanwaltschaft auf die Bude rücken. Denn eins ist ja mal völlig klar: Das Reußsche Idiom ist zu wertvoll, um in die gierigen Schlünde von Bloggern (Nowatzki) zu gelangen, von Subjekten, die ihre eigene Gratismentalität ankotzen müsste, was sie aber nicht tut, weil diese Piraten, kulturlos wie sie nun einmal sind, nur noch eins interessiert: die Menschenfresserei.

Deswegen will Reuß seine Remixes Texte anderer und seine Argumentation eben nicht veröffentlichen, sondern verteilöffentlichen, um seine Persönlichkeitsrechte zu schützen. Kann man ja verstehen. Wer möchte schon gerne mit 'nem mittelweich gekochten Ei und 'ner Prise Salz auf dem Frühstücksbuffet der Internetgemeinde, in der sich möglicherweise auch Studienabbrecher und Hauptschüler befinden, landen.

Interessant ist, dass Reuß sich nicht dadurch in seinen Persönlichkeitsrechten beeinträchtigt sieht, dass seine politisch-juristische Kampagne neben den Texten von Daniel Goethe-Kehlmann, der einer der prominenten Unterstützer der vorgenannten ist, zur Wixvorlage eines Haufens machtbesessener Intellektuellendarsteller verkommt.

Ich selber habe mir mittlerweile ein erkleckliches Sümmchen fremden geistigen Eigentums zusammen gestohlen. Selbstverständlich weiss ich nicht so intim damit umzugehen, wie Reuß das mit dem seinen, vom Schöpfer ihm in die DNA geschriebenen, tut. Allerdings, wenn ich, vom letzten Raubzug erschöpft, auf die kleine Insel komme, auf der an einem geheimen Ort mein Schatz lagert, ich dann in der alten Truhe krame und die glitzernden Gemmen gen Sonne halte, dann träumt zuweilen mir folgendes:

  • Ein Sprachwerk ist eine kommunikative Handlung und beinhaltet als solche drei Funktionen: die Intentio auctoris, die Intentio lectoris und die Intentio operis.

  • Man darf ungestraft jeden Deutschlehrer ohrfeigen, der fragt: 'Was will der Autor uns damit sagen?'

  • Du bist ein blöder Runzelwicht und ein elend Arschgesicht.

Wie schon angedeutet: Ich bin kein Fachmann. Das ist Reuß.

Eingestellt Do 16 Jul 2009 18:47:10 CEST Tags: GrosseWelt
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Niels Nowatzki Vernebelungsschwaden

Wie das BKA den baumlosen Wald durchforstet

Auf Netzpolitik wird gerade über die verschiedenen Möglichkeiten diskutiert, unabsichtlich auf eine vom BKA indizierte Seite gelotst zu werden. Da sind die unterschiedlichsten Szenarien denkbar:

  • Verkürzte URLs (z.B. Tinyurl)

  • Link Prefetching

  • Redirects

  • You name it ...

Die Verfechter der Internetzensur haben auf die geäusserte Befürchtung, man könne auf diese Weise schuldlos in das Fahndungsraster der Polizeibehörde gelangen, interessante Beschwichtigungsformeln aufgesagt.

Es würden nur diejenigen überprüft werden, die mehrfach das Stoppschild aufrufen.

Nun, fast alle privaten und etliche geschäftliche Internetzugänge werden in Deutschland über die Vergabe dynamischer IPs bereitgestellt. Das bedeutet, dass die meisten Internetnutzer üblicherweise alle 24 Stunden eine neue Adresse aus dem Pool des Zugangsproviders erhalten. Diese Adresszuteilung wird von dem jeweiligen Provider gespeichert. Bei Bedarf (Verdacht auf einen Rechtsverstoss, der mit dieser IP begangen wurde) kann also eine ermittelnde Behörde über den Provider die Identität des Nutzers erfahren. Das ist eingeübte Rechtspraxis. Man rekapituliere: Der konkrete Verdacht einer ermittelnden Behörde auf einen begangenen Rechtsverstoss.

Die Beschwichtigungsformel der selbsternannten Sittenwächter suggeriert uns, ein konkreter Verdacht läge erst dann vor, wenn ein Internetnutzer mehrfach den Versuch unternimmt auf eine gesperrte Internetseite zu gelangen. Eine einmalige, versehentliche Verbindungsanfrage dagegen bliebe quasi anonym und würde nicht weiter aufgelöst.

Nur, wie findet das BKA heraus, dass es sich um Mister X handelt, der am 23. und am 25. des letzten Monats den Versuch unternommen hat, das "Milliardengeschäft" auf Trab zu halten? Es waren ja zwei unterschiedliche IP-Adressen.

Die Provider sind gesetzlich veranlasst, Verbindungsdaten für die Dauer von sechs Monaten vorzuhalten. Bei einer täglichen Abfrage der gespeicherten Verbindungsversuche vom jeweiligen Provider, müsste das BKA sich spätestens jetzt die Mehfachaufrufe der letzten sechs Monate als Klarnamen übermitteln lassen, um daraus einen konkreten Verdacht abzuleiten. Viel wahrscheinlicher ist es aber, dass die Behörde sich sämtliche Verbindungsversuche täglich mit den aufgelösten Klarnamen und Adressdaten zur Verfügung stellen lässt. Dadurch lassen sich Mehrfachaufrufe auch über einen längeren Zeitraum als sechs Monate erheben.

Es sollte sich also niemand die falsche Hoffnung machen, dass bei einem versehentlichen Aufruf gesperrter Seiten noch kein ausreichend konkreter Verdacht gegeben wäre, so dass die Daten dieses Fauxpas nicht Eingang in das Fahndungsraster des BKA fänden. Es mag ja sein, dass dadurch zunächst noch keine weiteren Ermittlungen von Seiten des BKA angestossen werden. Aber Sie sind drin und werden auch nicht gelöscht. Sie hatten hoffentlich nicht vor Lehrer zu werden oder eine politische Karriere zu starten, oder ...

Eingestellt Di 12 Mai 2009 15:43:30 CEST Tags: GrosseWelt
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