So ist Niels zur kleinen Welt.
Die Rubrik KleineWelt enthält Beiträge zu Themen und Ereignissen in der Region Bergisches Land. Man möge mir verzeihen, dass der Blick nur selten über die Hügelketten des Wuppertals hinausgeht.
Es ist eben eine kleine Welt.
Ganz ehrlich, wer will denn sowas sehen?
Ich meine beides. Die Ausstellung und die Webseite (schauder).
Der Impressionismusexhibitionismus erreicht eine neue Eskalationsstufe.
Reichen Euch denn nicht die völlig überteuerten Abreisskalender? Müssen Eure gierigen Blicke jetzt auch noch unbedingt die Originale abnutzen?
Was zu Lebzeiten "Schmierereien" geschimpft wurde, ist Dekaden später grosse Kunst und sagt wem was?
Egal! Event, Event, ein Lichtlein brennt.
Wenn arabische Scheichs und japanische Vorstandsvorsitzende zweistellige Millionenbeträge dafür hinlegen, dann lassen wir uns nicht lumpen und zücken unsere Eurodollar. Gerade in der Krise.
Dabei gibt es doch einen Impressionismusfilter für Photoshop. Ein Klick und voilà:
Mutti am Meer mit Monet.
Nein, dies ist nicht der Vlaamse Blog. scnr
Mit ihren Ideen rennt die Schöne bei mir meistens offene Türen ein.
So auch diesmal. Für den Sommerurlaub ist eine zweiwöchige Flandernrundfahrt geplant.
Da muss im Vorfeld selbstverständlich etliches beschafft, geplant, geprüft und repariert werden: Fahrradtechnik, Kleidung, Gepäcktaschen, Epo, ...
Die Basis der Routenplanung ist der gute alte tote Baum. Die Vorteile liegen auf der Hand:
Hohe Ausfallsicherheit
Intuitive graphische Benutzerschnittstelle
Akzeptable Informationsredundanz
Die elektrotechnisch gestützte Seite der Streckenplanung ist leider durch ein seltsames, vermutlich kulturell bedingtes Phänomen ins Stocken geraten, wenn nicht gar vollständig ins Wasser gefallen.
Auf der Hardwareseite wäre in meiner humpelnden Objektwelt (imho) ein Netbook die optimale Austattung. Allerdings hätte man sich dieses erst in den Warenkorb legen müssen. Ebenso einen Freerunner.
Da die mir bekannte Inkarnation des geocachenden Teils der Bevölkerung uns ein "Garmin" kostenfrei zur Verfügung stellt, gibt es wohl kein Debian im Urlaub. Adieu tangogps ... schnüff.
Nachdem diese Entscheidung gefallen ist, geht es jetzt ans Erstellen einer geodatenbasierten Route mit dem guten Kartenmaterial von OSM. Lässt sich z. B. mit http://www.bikeroutetoaster.com/Course.aspx schon recht komfortabel machen. OSM hat ja im Gegensatz zu Google Radwegdaten mit an Bord. Klappt alles ganz gut bis zur belgischen Grenze. Während in Deutschland (Niederrhein) und in Holland die Erfassungsrate exzellent ist, beginnt in Flandern das OSM-Niemandsland. Lediglich Hauptstrassen sind überhaupt erfasst und die auch sehr unvollständig. "Qu' est-ce-que c' est?" will man da mit David Byrne fragen.
Da die Besiedlungsdichte in Flandern ähnlich hoch ist wie in Holland und die Belgier insgesamt als technisch gut ausgestattet gelten, desweiteren über eine lebendige Open Source Szene verfügen, kann man über die Ursachen dieses Phänomens nur spekulieren.
Vieleicht sind sie ja verliebt?
Hey Andi,
wir hätten Dich noch gebrauchen können.
Man sagt, die Seele sei eine Stunde nach dem Tod genau dort, wo sie eine Stunde vor der Geburt war.
Das dazwischen handelt von Engeln auf Schrottplätzen.
Natural Stuff
Bärlauchsaison geht zu Ende. Schnüff.
Ein weiterer positiver Seiteneffekt von regelmäßigen Radtouren ins Umland, neben denen, die mir im Moment partout nicht einfallen wollen, ist der direkte Draht zu dem ganzen Naturgedöns drumrum. Zum ersten mal seit langer, langer Zeit und zum allerersten mal hier im Homeland, habe ich ein schniekes, gar nicht mal so kleines Bärlauchfeld entdeckt.
Seit Ostern wird hier gastrotechnisch mit dem Zeug aus vollen Rohren geschossen. Diverse Nudelgerichte, Würzpaste, zur Ziegenkäseknifte, als Salat und als Salat und als Salat ... Ich werd' die knackigen, grünen Blätter mit feinen Knoblauchduft nicht satt. Und praktisch ist es auch:
Üblicherweise werden Pilze als Standalone-Beilage, nachdem sie schon gut angebraten sind, noch mit kleingehackten Zwiebelchen oder/und Knoblauch weitergeschmort und am Schluss, nach dem salzen und pfeffern, noch mit einem Spritzer Zitronensaft (optional) und einer guten Portion kleingehackter Petersilie abgeschmeckt. Sehr, sehr lecker.
Wenn man frischen Bärlauch im Haus hat, kann man Zwiebeln, Knoblauch, Zitrone und Petersilie getrost weglassen. Einfach den kleingehackten Bärlauch am Schluss der Bratzeit, wenn man die Hitze etwas reduziert hat, kurz mitziehen lassen - grandios.
So, gehe jetzt in die Küche. Lasagne machen. Weiss noch nicht, ob ich den Bärlauch in der grünen Sauce oder in den, dann wohl selbstgemachten, Nudeln unterbringe.